Hoffnung für die Massai in der Region um Kisomba Village
Manfred Thiele, Michael Meisterburg und André van de Locht bei den Massai in Kisomba Village
Vom 16. bis 23. November 2025 reiste Manfred Thiele, Vorstandsmitglied vom Unterstützerkreis Same/Tansania e.V., zusammen mit Michael und Alina Meisterburg, sowie André van de Locht aus Altenbeken nach Same in Tansania, um gemeinsam mit Bischof Rogath Kimaryo neue Brunnenprojekte zu planen und konkrete Schritte für eine nachhaltige Wasserversorgung in die Wege zu leiten. Ziel dieser Reise war es, den Zugang zu sauberem Trinkwasser in ländlichen Regionen zu verbessern und damit die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung langfristig zu stärken.
Der Unterstützerkreis Same/Tansania e.V. engagiert sich bereits seit rund zehn Jahren in der Region um das Bistum Same und fördert und begleitet Brunnenprojekte im Norden Tansanias.
Der gemeinnützige Verein ist aus persönlichen Freundschaften um Pastor Bernhard Henneke und langjährigen Kontakten zwischen Altenbeken-Schwaney und der Region Ugweno im Norden Tansanias entstanden und zählt heute über 100 Mitglieder. Was einst als privates Engagement begann, hat sich über die Jahre zu einer permanenten Hilfsstruktur entwickelt, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bischof Rogath Kimaryo nachhaltige Projekte umsetzt.
Ein besonderer Schwerpunkt dieser jüngsten Reise lag in dem Ort Kisomba Village. Dort wurde zusammen mit einem erfahrenen Wünschelrutengänger nach einer neuen Süßwasserstelle gesucht. Hintergrund ist die schwierige Wassersituation bei den Massai-Gemeinschaften vor Ort. Oft müssen sie viele Kilometer zurücklegen, um Wasser zu holen. Das erschwert nicht nur den Alltag, sondern verhindert auch eine verlässliche Kultivierung von Feldern und damit eine bessere Selbstversorgung.
Mit der Wünschelrute wurde eine vielversprechende Bohrstelle gefunden
Während der Reise konnten vielversprechende Standorte ausgemacht und gemeinsam mit dem Bischof Rogath erste Planungen für Bohrungen angestoßen werden. Michael Meisterburg, der mit seiner Drinking Water Foundation e.V. auch Trinkwasserprojekte in Asien unterstützt, hat dieses Wasserprojekt mit einer größeren Summe unterstützt, um die Umsetzung gemeinsam mit dem Unterstützerkreis Same/Tansania e.V nachhaltig zu sichern.
Gut vier Wochen nach der Rückkehr aus Tansania, gab es erfreuliche Neuigkeiten: In Kisomba wurde bereits eine Bohrung vorgenommen, bei der erfolgreich eine Süßwasserstelle erschlossen werden konnte. Damit ist der Weg frei für den Bau eines neuen Brunnens, der den Menschen vor Ort künftig einen direkten Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen wird.
Erfolgreiche Bohrung nach Süßwasser in Kisomba
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie internationale Zusammenarbeit, lokales Wissen der Menschen im Bistum Same vor Ort und persönliches Engagement der Mitglieder vom Unterstützerkreis Same/Tansania e.V. konkrete Verbesserungen bewirken können. Der geplante Brunnen in der Region Kisomba ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu mehr Lebensqualität, Gesundheit und Zukunftsaussichten für die Massai in der Region.
Im Dezember 2025 trafen sich die Mitglieder vom Unterstützerkreis Same/Tansania e.V. zur Jahreshauptversammlung im Pfarrheim in Neuenbeken. Neben Neuwahlen wurde auch noch einmal über die jüngsten Brunnenprojekte in Tansania berichtet, sowie weitere Pläne für 2026 vorgestellt, die Sie HIER mit Ihrer Spende unterstützen können.
Im November 2023 reiste eine kleine Gruppe vom gemeinnützigen Verein „Unterstützerkreis Same/TZ“ nach Tansania. Dort haben sie sich, die durch den Verein unterstützten und bereits realisierten Projekte, zusammen mit Pastor Bernhard Henneke und Manfred Thiele vor Ort angeschaut.
Während des zweiwöchigen Aufenthalts wohnte die kleine Reisegruppe überwiegend in der bischöflichen Residenz von Bischof Rogath Kimaryo, in der Stadt Same. Dies war zugleich der Ausgangspunkt vieler gemeinsamer Tagestouren im nordöstlichen Teil Tansanias, bei denen die Gruppe unvergessliche Momente in beindruckender Natur, Nationalparks und idyllischen Orten im und rund ums Pare-Gebirge erleben durfte. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt zusammen mit dem Bischof Rogath Kimaryo zu den Ndudui-Massai, die in einem Gebiet Nahe der kenianischen Grenze leben. Dort weihte der Bischof ein Wasserprojekt ein, welches ausschließlich durch Spenden realisiert wurde, die der Unterstützerkreis aufgebracht hat. Der errichtete, 150 Meter tiefe Brunnen in dem Siedlungsgebiet ist seitdem zentrale Anlaufstelle für die Massai und ihren Vieherden.
Ein weiterer Höhepunkt der Tansaniareise war eine Jeep-Safari in den Ngorongoro Nationalpark. Ngorongoro ist ein eingebrochener Krater am Rande der Serengeti mit einem Durchmesser von ca. 20 Kilometer. Auf dem Kraterboden in ca. 1700 Metern Höhe lebt eine große Dichte an Raubtieren, wie Löwen, Leoparden und Hyänen. Auch zahlreiche Herden von Zebras, Gnus, Büffeln und Gazellen konnte die Gruppe mit ihren Kameras während der Safari einfangen.
Begleitet wurden sie während ihres Aufenthalts in Tansania von den Priestern Fr. Bernard Mwainkwa und Fr. Deogratias Mchagi aus dem Bistum Same.
Besuch in der Mount Karmel Schule in der Gonja Kighare Gemeinde im Pare-Gebirge
Zu Gast im Elternhaus von Fr. Bernard Mwainkwa in Arusha
Pfarrer Evarist Abedi aus Njiro hat mir die folgenden Bilder vom "Njiro Forest" geschickt. Die Bäume sind nach der Eröffnung des Wasserprojektes gepflanzt worden und dienen nicht nur als Schattenspender für andere Nutzpflanzen wie z.B. Erdnüssen, sondern auch als Nahrungsquelle von Bienen. Der Honig wird gesammelt und Überschüsse können verkauft werden.
Zum Vergleich habe ich noch einmal Vergleichsbilder von vor 3 Jahren hochgeladen.
Besuch der geförderten Projekte in Same/Tansania
Vom 13-18.11.2016 habe ich zusammen mit Manfred Thiele aus Altenbeken im Rahmen unserer Arbeit für den von mir gegründeten gemeinnützigen Verein „Unterstützerkreis Same/Tansania e.V.“ das Bistum Same im Norden Tansanias in der Region Kilimanjaro besucht. Wohnen durften wir, wie schon in den Jahren zuvor, bei Bischof Rogath Kirmaryo, dem Bischof von Same, der im Juli 2015 zu Gast in Altenbeken, Buke und Schwaney war.
Im Zentrum unserer Reise standen Besuche bei den von uns geförderten Projekte.
Ein erster Höhepunkt war sicherlich die Feier der Zeugnisübergabe an der „Sekundarschule St. Joachim für Jungen“ in Same. Schon 2016 konnten wir eine Schulpartnerschaft zwischen dieser Schule und der Sekundarschule in Horn-Bad Meinberg ins Leben rufen. Der jetzige Schulleiter, Fr. Deogratias Mchagi, war 2016 zu Besuch bei mir und während eines Abends mit dem damaligen Rektor der Sekundarschule Horn-Bad Meinberg entstand der Plan für diese Partnerschaft.
Als 2. Schule stand die berufsbildende Schule „St. Joseph VTC“ auf dem Programm. Bischof Kimaryo bat mich vor 2 Jahren, diese Berufs Trainingszentrum zu unterstützen. Wir konnten dringend benötigte Schulmaterialien übergeben, die Manfred Thiele gesammelt hatte.
Wichtigster Punkt unserer Reise war aber der Besuch in dem Dorf Njiro. In den vergangenen Jahren konnten wir das Geld für eine Brunnenbohrung und die Installation von Wasserspeichern in diesem Dorf sammeln. Eine Anzahlung von 10.000,00 € übergaben wir treuhänderisch an Bischof Kimaryo. Bei unserem Besuch in Njiro zur Sonntagsmesse konnten wir den Ingenieur treffen, der das Projekt betreut und den Startschuss für die Bohrung geben. Das Wasser kommt etwa 5000 Menschen zu Gute, die in Njiro und Umgebung wohnen. Zur Zeit wird einmal in der Woche Wasser in das Dorf geliefert, ansonsten muss das Wasser von einer Quelle geholt werden, die knapp 4 Stunden Fußweg entfernt liegt. Es war wunderschön, die Freude und Dankbarkeit der Menschen zu erleben, als wir ihnen sagen konnten, dass sie jetzt gesundes Wasser für ihr Dorf bekommen. Wir hoffen jetzt, dass wir bei unserer Reise im nächsten Jahr das Projekt offiziell einweihen können.
Bernhard Henneke, Pfr.
